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Entwicklung der Stadt

Die Anfänge der Stadtgemeinde Rothenfels sind nicht bekannt. Die in der heimatkundlichen Literatur genannte Entstehung als Fischersiedlung im Jahr 1050 ist eine Legende. Tatsächlich wuchs der Ort allmählich im Schutz der 1150 von dem fränkischen Adeligen Marquard II. von Grumbach gegründeten Burg Rothenfels.

 

Burg und Siedlung lagen auf dem Grundbesitz des alten Klosters Neustadt am Main, das damals zum Hochstift Würzburg gehörte. Im Jahr 1342 wurde Rothenfels erstmals als „Stadt“ urkundlich erwähnt, in einem Vertrag zwischen Kaiser Ludwig IV. dem Bayern und Fürstbischof Otto II. von Wolfskeel. Seitdem war der Ort Mittelpunkt des würzburgischen Amtes Rothenfels.

Epochen der Stadtentwicklung

Rothenfels war ursprünglich ein reines Ackerbürgerstädtchen. Allmählich siedelten sich Handwerker und Gewerbe an. Auch einige der Burg verbundene Adelige hatten Hausbesitz innerhalb der Stadt und Grundbesitz im Umland. Der mittelalterliche Ort war ummauert und mit der Burg zu einer Befestigung verbunden. Ihr heutiges Gesicht verdankt die Stadt vor allem den prächtigen Bürgerhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert entlang der Hauptstraße. Ihren wirtschaftlichen und politischen Höhepunkt erlebte sie in der Regierungszeit des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617), der auch die Neubauten der Kirche, des Rathauses und des Spitals veranlasste. 1595 wurden neue Stadttore errichtet, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts dem Durchgangsverkehr zum Opfer fielen.

1803 kam das würzburgische Amt Rothenfels an die Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Seit 1814 gehört Rothenfels zu Bayern. Die Burg verblieb bis zu ihrem Verkauf an den katholischen Jugendbund Quickborn im Jahr 1919 beim Fürstenhaus. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie 1880/81 fand die Stadt Anschluss an das moderne Verkehrsnetz. Ansonsten war das 19. Jahrhundert die Zeit ihres wirtschaftlichen Niedergangs.

Die zahlreichen Kriege vom Bauernkrieg über den Dreißigjährigen Krieg bis zum Zweiten Weltkrieg hat Rothenfels unzerstört überstanden, wenn auch die Bevölkerung stets unter Besetzungen, Einquartierungen, Hungersnöten und Epidemien leiden musste. So blieb die Altstadt in ihrer Bausubstanz im Wesentlichen erhalten.

Die Bevölkerungsstruktur änderte sich nach dem Zweiten Weltkrieg einschneidend. Viele Flüchtlinge oder Umsiedler, die in der Burg und im Ort untergebracht waren, blieben als Neubürger hier. Heute sorgen Baugebiete im Norden der Stadt und auf dem Berg dafür, dass neuer Wohnraum zur Verfügung steht. Die Einwohnerzahl der kleinsten Stadt Bayerns hält sich seit Jahren knapp über eintausend.

Bergrothenfels wieder Stadtteil

Bergrothenfels, bald nach der Gründung der Burg aus Hofgütern entstanden, war seit dem Mittelalter neben Windheim und Zimmern ein Stadtteil von Rothenfels. Die Einwohner hatten städtisches Bürgerrecht. 1822 löste sich dieser Verband auf und wurde Bergrothenfels eine selbstständige Dorfgemeinde. Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform endete diese Periode durch Gemeinderatsbeschluss und Volksabstimmung nach 150 Jahren: Seit dem 1. Januar 1972 gehört Bergrothenfels wieder zur Stadt.

Endlich Ruhe durch die neue Straße

1999 konnte nach jahrzehntelangem Kampf ein Jahrhundertbauwerk eingeweiht werden: Die Ortsumgehung mit integrierter Hochwasserschutzanlage auf dem ehemaligen Bahndamm. Seitdem bleibt die Stadt vor Hochwasser bewahrt und muss sich der Durchgangsverkehr nicht mehr über das Kopfsteinpflaster der schmalen Hauptstraße quälen. Einwohner und Gäste wissen die endlich gewonnene Ruhe in dem idyllischen Ort zu schätzen.